Erinnerung an das jüdische Leben im Erzgebirge

1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland, auch im Erzgebirge wird daran erinnert. Am 15. Juni besuchte Dr. Felix Klein, der Beauftragte für das jüdische Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, Annaberg-Buchholz. Eingeladen hatte ihn Bundestagsabgeordneter Alexander Krauß.

Auf dem Besuchsprogramm standen unter anderem eine Stadtführung, bei der Margit Kreißl eindrucksvoll Bezug zum jüdischen Leben in Annaberg-Buchholz nahm und ein Empfang im Erzhammer, an dem auch der heimischen Wahlkreisabgeordnete des Sächsischen Landtages, Ronny Wähner, teil nahm.

„Jüdische Mitbürger haben die Stadt Annaberg-Buchholz geprägt und bereichert, zum Beispiel die Posamentenindustrie“, sagte Alexander Krauß. 1890 habe sich eine israelitische Gemeinde in Annaberg gebildet, die bis 1939 bestanden habe. Die Nationalsozialisten hätten das jüdische Leben auch im Erzgebirge ausgerottet.

Dr. Klein ging in seiner Ansprache nicht nur auf die Situation der Juden im Erzgebirge ein, er warnte vor dem Hintergrund der noch anhaltenden Corona-Pandemie vor neuem Antisemitismus.

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